
Die hochfunktionierende Frau
Manchmal beginnt es ganz leise.
Nicht in einem grossen Zusammenbruch, auch braucht es keinen dramatischen Moment.
Sondern irgendwo zwischen einem Sonnenuntergang, einem Blick aufs Meer und dieser plötzlichen Müdigkeit,
die sich nicht mehr einfach wegorganisieren lässt.
Vielleicht sitzt eine Frau dort, mitten in einem eigentlich schönen Leben.
Sie hat gearbeitet.
Funktioniert.
Verantwortung getragen.
Menschen begleitet.
Entscheidungen getroffen.
Alles irgendwie zusammengehalten.
Und dann?
Gerade deshalb entsteht irgendwann diese stille Frage:
War das alles wirklich ich?
Oder nur die Version von mir, die gelernt hat, stark zu bleiben.
Denn viele hochfunktionierende Frauen lernen früh, wie man Leistung bringt, Verantwortung übernimmt,
durchhält und weitergeht.
Aber kaum jemand zeigt ihnen, wie man dabei mit sich selbst verbunden bleibt.
Und manchmal zeigt sich diese Sehnsucht ganz leise.
In einem Moment am Meer.
In einer plötzlichen Erschöpfung.
In Tränen ohne klaren Grund.
In der Sehnsucht,
endlich einmal nichts mehr halten zu müssen.
Nicht alles, was von außen stark aussieht, fühlt sich innerlich verbunden an. Und irgendwann reicht Motivation nicht mehr.
Dann beginnt etwas anderes wichtig zu werden:
Ruhe.
Wahrheit.
Klarheit.
Der eigene innere Standpunkt.
Vielleicht beginnt genau dort
eine andere Art von Leben.
Nicht lauter. Nicht perfekter. Aber echter.
Nicht jede Frau sucht Veränderung. Manche suchen nur sich selbst